Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Professionelle Zahnreinigung (PZR)?
Was wird bei einer Professionellen Zahnreinigung gemacht?
Was ist Recall?
Was ist eine Fissurenversiegelung?
Wann brauche ich eine Kunststoffüllung?
Was ist eine Wurzelkanalbehandlung?
Was ist Parodontose?
In welchem Alter soll ich mit dem Zähneputzen bei meinem Kind beginnen?
Ist Karies erblich?
Wie wichtig ist gesunde Ernährung für meine Zähne?
Ab welchem Alter und wie oft soll mein Kind zum Zahnarzt?
Warum sind Zahnseide und Zwischenraumbürstchen so wichtig?

 

Was ist eine Professionelle Zahnreinigung (PZR)?
Wieso brauche ich eine professionelle Zahnreinigung?

Gegen hartnäckige bakterielle Zahnbeläge – die Hauptursache von Karies und Parodontitis – kommt auch die gewissenhafteste Zahnpflege nicht immer an. In unserer Praxis haben Sie die Möglichkeit, neben regelmäßigen Untersuchungen beim Zahnarzt, an einem speziellen „Vorsorgeprogramm“, der professionellen Zahnreinigung (PZR), teilzunehmen. Diese professionelle Zahnreinigung übernimmt eine unserer speziell dafür ausgebildeten Prophylaxe-Assistentinnen. Die Kosten berechnen sich nach Dauer und Aufwand. Vom 6. bis zum 18. Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Kasse zweimal jährlich die Kosten – für Erwachsene nicht.

Was wird bei einer Professionellen Zahnreinigung gemacht?

Im Rahmen einer Eingangsuntersuchung wird die Behandlungsbedürftigkeit individuell festgestellt. Anschließend werden Zahnoberflächen, Zwischenräume sowie Zahnfleischtaschen mithilfe spezieller Instrumente sorgfältig gereinigt. Unsere Prophylaxe-Assistentin steht Ihnen natürlich auch mit Rat und Tat zu Seite, was Ihre Putztechnik und die Hilfsmittel zur häuslichen Mundhygiene anbelangt.
Zum Schluss jeder Sitzung steht eine gründliche Politur und Fluoridierung, die die Anhaftung neuer Beläge verzögern, die Kalt- und Warmempfindlichkeit reduzieren und den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Karies machen.

Was ist Recall?

Je nach individueller Situation wird Ihnen vom Behandler in Absprache mit unserer Prophylaxe-Assistentin ein geeignetes Kontroll-Interwall (Recall) vorgeschlagen. Um eine langfristig sinnvolle Betreuung wahrnehmen zu können, tragen wir Sie in unsere „Recall-Kartei“ ein. Wir erinnern Sie dann gerne an Ihre nächste Vorsorgesitzung. Dies ist eine Serviceleistung unserer Praxis, die Sie im eigenen Sinne gerne wahrnehmen können, um langfristig den Erhalt Ihrer Zahngesundheit zu sichern.

Was ist eine Fissurenversiegelung?

Darunter versteht man das Verschließen der kleinen Grübchen der Backenzähne. Versiegelt wird vor allem bei Kindern – aber auch bei Erwachsenen. So kann dort keine Karies entstehen.

Wann brauche ich eine Kunststoffüllung?

Kleine kariöse Defekte oder Frakturen von Frontzähnen können hervorragend mit modernen Hybridkompositen versorgt werden. Auch im Seitenzahnbereich können kleinere Defekte oft dauerhaft mit Kunststoff gefüllt werden.
Bei größeren Läsionen in der Front oder im kautragenden Seitenzahnbereich sollten laborgefertigte Gold- oder Keramikversorgungen zum Einsatz kommen, um den Zahn dauerhaft zu erhalten.

Was ist eine Wurzelkanalbehandlung?

Wenn die Pulpa (im Zahn eingeschlossenes Weichgewebe bestehend aus Nerven, Blutgefäßen und Gewebe) verletzt oder durch Karies erkrankt ist, kann sie sich nicht selbst heilen. Sie stirbt ab. Bakterien infizieren nach und nach die gesamte Pulpa bis zur Wurzelspitze. Ohne Behandlung bildet sich ein Eiterherd im Kieferknochen, der sich bis ins umliegende Gewebe ausdehnen kann. Eine Schwellung entsteht. Ohne Wurzelbehandlung muss der Zahn gezogen werden.
Bei einer Wurzelbehandlung wird eine Öffnung durch die Zahnkrone bis zur Pulpa angelegt, diese entfernt, der Hohlraum inklusiv Wurzelkanäle gereinigt und mit Feilen erweitert. Mit Hilfe von Medikamenten und Spülungen kann die Entzündung beseitigt werden. Danach können die Wurzelkanäle gefüllt werde und sind damit bakteriendicht verschlossen. Der Zahn bleibt erhalten und kann gut versorgt seine Funktion über viele Jahre weiter erfüllen.
Eine korrekte Wurzelbehandlung ist je nach Anzahl der Kanäle eine zeit- und arbeitsaufwändige Therapie. In der Regel sind zwei bis drei Sitzungen nötig.

Was ist Parodontose?

Die Parodontalerkrankung ist eine Erkrankung des Zahnbetts, d.h. das den Zahn umgebende Gewebe: das Zahnfleisch und der umgebende Knochen. Parodontose ist der Hauptgrund für Zahnverlust bei Erwachsenen. Verursacher sind meist Plaque und Zahnstein. Die darin lebenden Bakterien produzieren Gifte, die nach und nach Zahnfleisch und Knochen schädigen, die Zähne können sich lockern und ausfallen. Anzeichen einer Parodontose sind rotes, geschwollenes Zahnfleisch, Bluten beim Zähneputzen, Mundgeruch, Zahnwanderungen und lockere Zähne.
Durch richtige und gründliche häusliche Zahnreinigung, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sowie regelmäßige professionelle Zahnreinigung lassen sich nahezu alle Zahnbetterkrankungen vermeiden.

 

In welchem Alter soll ich mit dem Zähneputzen bei meinem Kind beginnen?

Schon mit den ersten Milchzähnen - in der Regel ist das mit 6-9 Monaten - ist es an der Zeit mit dem Zähneputzen zu beginnen. Eine weiche Kinderzahnbürste und eine kleine Menge fluoridierte Zahnpasta sollten Sie bereits dazu verwenden. Das härtet und schützt bereits den Zahnschmelz und die in dieser Menge verschluckte Zahnpasta ist völlig unbedenklich. Eine zusätzliche Einnahme von fluoridhaltigen Tabletten ist so nicht mehr notwendig.

Ist Karies erblich?

Karies hat immer mehrere Ursachen. In Belägen lebende Bakterien bilden aus Zucker Säuren, die den Zahn angreifen. Werden die Beläge täglich entfernt, kann der Zahn durch die im Speichel enthaltenen Mineralien repariert werden. Ein Ungleichgewicht zwischen Angriff und Reparatur führt zu Karies. Vererbt werden Form, Oberfläche und Stellung der Zähne – die „Angriffsfläche“ -, sowie die Zusammensetzung des Speichels – die „Reparaturfähigkeit“. Die Bakterien sind in geringer Zahl natürlicherweise im Mund, werden aber auch im Sinne einer „Ansteckung“ von Eltern auf ihre Kinder übertragen. Deshalb ist es so wichtig, dass auch Eltern auf gute Mundhygiene achten. Abgesehen von erblich geschädigten Zähnen: Ein sauberer Zahn kann nicht krank werden!

Wie wichtig ist gesunde Ernährung für meine Zähne?

Karies entsteht durch Zucker, der von Bakterien in Säure umgewandelt wird und den Zahn angreift. Es spielt dabei keine Rolle um welchen Zucker es sich handelt. Auch „natürliche“ Zucker wie sie z.B. in Honig vorkommen, sind etwa gleich kariesauslösend. Aber nicht die Zuckermenge alleine entscheidet, sondern die Häufigkeit und Dauer, die der Zucker die Zähne umspült. Die Gefahr durch gesüßte Getränke wie Cola, Limonade und Mineraldrinks wird oft unterschätzt. Auch kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Chips, Cornflakes und Knäckebrot werden übrigens in Zucker umgewandelt und kleben besonders gut an den Zähnen! Je öfter und klebriger der Zucker, umso schädlicher! Als Zwischenmalzeit geeignet sind Brot, Gemüse, Käse, Wurstwaren oder Früchte, deren Fruchtzucker den Speichel stark aktiviert und somit schneller wegspült. Zahnschonende Süßigkeiten –gekennzeichnet mit dem „Zahnmännchen“ - können eine Alternative darstellen.

Ab welchem Alter und wie oft soll mein Kind zum Zahnarzt?

Am besten wenn die ersten Zähnchen da sind. Beim ersten Zahnarztbesuch stehen Kennenlernen und Beratung der Eltern im Vordergrund. Wir sprechen über kindgerechte Mundhygiene, Ernährung und zahnschädliche Gewohnheiten um spätere Schäden zu vermeiden. Und dann gilt: alle 6 Monate zum Zahnarzt – um Veränderungen und Schäden rechtzeitig zu erkennen! Häufig wird empfohlen die Kinder zum eigenen Zahnarztbesuch mitzunehmen. Bei kleinen Kindern raten wir eher davon ab, um eine ganz entspannte Atmosphäre und Zeit für das Kind zu haben. Kinderbücher zum Thema Zahnarzt eignen sich mehr nach dem Besuch, um das Erlebte nachzubereiten.

Warum sind Zahnseide und Zwischenraumbürstchen so wichtig?

Dort wo die Zähne aneinanderstoßen bilden sich Schlupfwinkel für Beläge und Bakterien, die auch die beste Zahnbürste nicht erreicht. Rechnet man alle Zahnoberflächen zusammen sind das etwa 30%! An diesen Stellen entsteht Karies, die lange Zeit nicht bemerkt wird, weil sie im Zwischenraum versteckt ist. Erst wenn die unterhöhlte Oberfläche beim Kauen einbricht wird sie von außen sichtbar. Röntgenbilder erleichtern das frühe Erkennen. Regelmäßiges „Zähne fädeln“ schützt vor Zwischenzahnkaries! Mit zunehmendem Alter zieht sich das Zahnfleisch oft etwas zurück: die Zwischenräume werden größer. Jetzt kommen vermehrt auch Zwischenraumbürstchen zum Einsatz.


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